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DISC sagt, wie dein Klient kommuniziert. Nicht, welches Business er bauen sollte.

Joram Höfs
Joram Höfs
3 Min. Lesezeit

Vorweg: DISC ist nicht das Problem

Das hier ist kein Verriss. DISC, MBTI, Insights und Co. haben ihren Platz: Sie machen Kommunikationsmuster sichtbar, sie geben Teams eine gemeinsame Sprache, und sie sind für viele Coaches ein bewährter Einstieg. Wenn du damit arbeitest, arbeitest du nicht falsch.

Aber wenn deine Klienten Unternehmer sind, kennst du das Muster: Dein Klient hat den Test gemacht, kennt seine Farbe oder seine vier Buchstaben, nickt anerkennend, und dann fragt er dich: "Okay. Und was mache ich jetzt damit?"

Auf diese Frage hat ein Kommunikationsprofil keine Antwort. Weil es dafür nie gebaut wurde.

Spiegel und Kompass sind zwei verschiedene Werkzeuge

Ein Spiegel zeigt dir, wer du bist. Das ist wertvoll, einmal. Danach wiederholt er sich.

Ein Unternehmer, der vor einer Wachstumsentscheidung steht, braucht keinen zweiten Blick in den Spiegel. Er braucht einen Kompass: Welche Rolle in meinem eigenen Unternehmen passt zu meiner DNA? Wen muss ich als Nächstes einstellen, um meine Lücke zu schließen? Und was tue ich diese Woche?

Das sind Business-Fragen, keine Persönlichkeitsfragen. Sie brauchen eine Diagnostik, die im Unternehmenskontext denkt: Seat, Hire, nächster Schritt.

Woran du merkst, dass dein Tool die falsche Frage beantwortet

Drei Signale aus der Coaching-Praxis:

1. Das Profil landet im Ordner. Dein Klient fand die Auswertung interessant, aber vier Wochen später hat sich nichts verändert. Beschreibung ohne Handlungsanweisung erzeugt Erkenntnis, aber keinen Handlungsdruck.

2. Du übersetzt ständig. Du nimmst das Kommunikationsprofil und überträgst es in Eigenarbeit auf Geschäftsfragen: "Als hoher D solltest du vielleicht..." Diese Übersetzungsleistung ist dein Mehrwert, aber sie ist anstrengend, wenig skalierbar, und sie hängt komplett an dir.

3. Unternehmer-spezifische Muster fehlen. Wrong Seat, also der Gründer, der operativ im falschen Stuhl sitzt. Der Explorer, der zehn Projekte startet und keins beendet. Der Operator, der unsichtbar bleibt, weil er Pipeline-Arbeit verabscheut. Diese Muster entscheiden über Wachstum oder Stagnation, und generische Tests haben keine Kategorie dafür.

Was Unternehmer-Diagnostik stattdessen liefert

CORE Navigator wurde für genau eine Klientel gebaut: Unternehmer, Gründer, Geschäftsführer. Das Assessment kombiniert zwei Ebenen:

  • CORE Types beantwortet das WIE: Constructor, Explorer, Rainmaker oder Operator, also wie dein Klient Wert erzeugt und wo sein strukturelles Risiko liegt.
  • CORE Dynamics beantwortet das WARUM: das Werte-Betriebssystem nach Graves, also warum dein Klient so entscheidet, wie er entscheidet, und welche Kunden, Mitarbeiter und Geschäftsmodelle dazu passen.

Aus beidem entsteht ein Report mit über 50 Insights, der nicht bei der Beschreibung stehen bleibt: Best Seat, Next-Hire-Profil, konkrete Blocker mit Hebeln und Sprints. Dein Klient bekommt keine Farbe. Er bekommt eine Agenda.

Und ein Punkt, der uns wichtig ist, gerade gegenüber Coaches, die kritisch nachfragen: CORE ist fundiert auf Graves/Spiral Dynamics und verhaltensbasierter Diagnostik. Wir nennen es nicht "wissenschaftlich validiert", bevor unsere eigene Validierungsstudie publiziert ist. Diese Ehrlichkeit ist Teil des Systems, mit dem du vor deinen Klienten stehst.

Ergänzen statt ersetzen

Die gute Nachricht: Du musst nichts wegwerfen. Viele Coaches nutzen ihr Kommunikations-Tool weiter für Team-Dynamik und Gesprächsführung, und setzen CORE dort ein, wo es um Business-Entscheidungen geht: im Erstgespräch mit Unternehmern, in der Positionierungsarbeit, vor Hiring-Entscheidungen.

DISC sagt deinem Klienten, wie er kommuniziert. CORE sagt ihm, welches Business er bauen sollte und was er diese Woche tut. Zwei Werkzeuge, zwei Fragen. Als Coach willst du beide beantworten können.

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Über den Autor

Joram Höfs
Joram Höfs

Gründer

Joram Höfs ist Gründer von CORE-Navigator. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in der Unternehmensberatung und Persönlichkeitsdiagnostik hat er es sich zur Mission gemacht, datenbasierte Werkzeuge zu entwickeln, die Unternehmern helfen, ihre einzigartige DNA zu verstehen und gezielt einzusetzen.

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